​Wie Loslassen gelingen kann

​​... und warum dich dein Umfeld mehr an deine Zukunft als an deine Vergangenheit erinnern sollte.

​​Als Träumer kann es schon mal vorkommen, dass du zumindest am Beginn mit deinem Traum ziemlich alleine dastehst. Keiner will dich so richtig verstehen: „Warum kannst du nicht auch einfach im Hamsterrad mitlaufen und  so sein wie alle anderen?“
Du bist ein gefährlicher Spiegel für die Menschen in deinem Umfeld. Wenn du dein Ding machst, fragen sie sich in ihrem tiefsten Inneren vielleicht, ob sie das nicht besser auch tun sollten. Oder lieber doch nicht: Sich mit sich selbst auseinanderzusetzen ist gefährlich, gegen den Strom zu schwimmen zu anstrengend.

Während es sich die anderen also lieber in ihrer Komfortzone gemütlich machen und dir zum Geburtstag wünschen, dass du „so bleibst, wie du bist“, sehnst du dich nach Veränderung und Selbstverwirklichung. Und genau da kommt die große Hürde ins Spiel: Dafür musst du vielleicht ausbrechen und dein Umfeld verändern. 

Ich weiß, wovon ich rede: Ich habe nach der Beendigung meiner Fußballerkarriere 95 Prozent meines Umfeldes ausgetauscht. Erst bin ich in die große weite Welt geflüchtet, um erst einmal nichts mehr mit Fußball und Fußballern zu tun zu haben, danach von dem kleinen Ried im Innkreis ins große Wien übersiedelt, um mir mein Umfeld - sowohl privat als auch beruflich - mehr oder weniger wieder von Null neu aufzubauen. Geblieben sind mir weniger als eine Hand voll Jugendfreunde, mit denen mich - fernab vom Fußball und der gemeinsamen Vergangenheit - eine bedingungslose Freundschaft verbindet.
Das war in den ersten Wochen beinhart. Überfordert von der Großstadt und auf der verzweifelten Suche nach (neuen) Gleichgesinnten hat mich meine Veränderung erst einmal statt in die Selbstwirksamkeit in die Einsamkeit geschickt. Ich war in der Orientierungslosigkeit verloren, quasi im "Nichts" zwischen meinem alten und meinem neuen Leben, zwischen meinem früheren und meinem zukünftigen Umfeld. Doch dieses Alleinsein und Auf-mich-allein-gestellt-Sein war in dieser Transformationsphase auch unheimlich wichtig. Ich habe viel Zeit mit mir selber verbringen müssen, dadurch viel über mich gelernt und eine große Kraft aus diesem Freiraum schöpfen können. Damit schuf ich die Basis, um weiterzuträumen, in Wien Fuß zu fassen und mir ein neues Umfeld aufzubauen. Fast alle Menschen, die mir seit meiner Veränderung am nähesten stehen, kannte ich nur ein Jahr zuvor noch nicht einmal. 

Umgib' dich mit Menschen, die dich mehr an deine Zukunft
als an deine Vergangenheit erinnern.

Die Verwirklichung deiner Träume funktioniert nur mit Gleichgesinnten, die dich verstehen und dich auf deinem Weg unterstützen. Nicht mit Pessimisten und Suderanten, die dich runterziehen und dir im Weg stehen. Wenn es sich bei diesen Energieräubern aber um deine Freunde oder gar deinen Lebenspartner handelt, dann wird’s kompliziert. Denn dann geht es bei deinen Verlustängsten nicht mehr „nur“ um Arbeit und Geld, sondern um Menschen, die dir am Herzen liegen. Und dann kriegst du plötzlich Angst, diese Menschen zu verlieren, weil sie dich nicht (mehr) verstehen. Je konsequenter du deinen eigenen Weg gehst, desto mehr distanzierst du dich von ihnen. Wegen deinem schlechten Gewissen triffst du sie dann doch noch hin und wieder. Immerhin habt ihr viel miteinander erlebt und wart immer füreinander da. Aber ihr verliert mehr und mehr den gemeinsamen Nenner. Mehr als Smalltalk ist nicht mehr drin. Noch komplizierter wird’s, wenn du Energieräuber in deiner Familie hast. Freunde kommen und gehen, Partner vielleicht auch. Aber die Familie, die kann man nicht einfach so austauschen.

​Wenn du es aber doch ​schaffst, mutig und konsequent deinen Weg zu gehen, dann wirst du ​ feststellen, dass du die wirklich wichtigen Menschen in deinem Leben gar nicht verlierst. Denn sie werden dich zwar vielleicht nicht verstehen, aber wenn sie dich lieben, deinen Weg akzeptieren, sich mit dir freuen, dass es dir gut geht und dich weiterhin begleiten. Die Beziehung zwischen euch wird dann nicht schlechter, sondern einfach nur anders. Und die weniger Wichtigen werden sich aus deinem Leben verabschieden und für neue Begegnungen und Freundschaften das Feld räumen. Was die Familie betrifft: Wenn sie im „Worst Case“ nicht zu deiner Veränderung steht, dann kannst du sie zwar nicht austauschen, aber definitiv ergänzen. Du kannst jeden Menschen, den du liebst, in deine „kosmische Familie“ einladen.

Träum weiter,
Peter Alexander

Gemeinsam mit Mentaltrainer Sascha Soulek habe ich ein Seminar entwickelt, in dem du lernst, deine Potenziale zu erkennen und voll auszuschöpfen, um deine Ziele zu erreichen und deine Träume zu verwirklichen.
// Was sind deine Werte & Stärken?
// Welche Glaubenssätze schleppst du mit dir herum?
// Fällt es dir schwer loszulassen?

  • Juli 9, 2018