Du bist, was du denkst. Und fühlst!

Warum es so wichtig ist, deine Emotionen bewusst wahrzunehmen und sie auszuleben.

Du bist das Produkt deiner Sinneswahrnehmungen, Gedanken und Emotionen. Chronologisch geht das in etwas so: Du bist einem Reiz ausgesetzt, über deine Sinnesorgane wandert er in dein zentrales Nervensystem und wird dort zu einem Code umgewandelt. Dieser Code dringt ins Archiv deiner Erinnerungen ein und schaut, ob er bereits gespeicherte Emotionen und Gedanken zu diesem Code finden kann. Wenn ja, dann öffnet er diese Schublade und lässt dich dementsprechend handeln. Aus deinen Handlungen bilden sich in Folge deine Gewohnheiten und aus deinen Gewohnheiten formt sich schließlich dein Charakter.

Hier ein Beispiel: Dein Gehalt geht auf deinem Konto ein.
Die Sinneswahrnehmung: Du siehst den Betrag auf dem Kontoauszug.
Die Emotion: Du freust dich.
Der Gedanke: Du überlegst, was du mit dem Geld machen möchtest.
oder im Gegenteil
Die Emotion: Du ärgerst dich.
Der Gedanke: Du verdienst zu wenig und überlegst, den Job zu wechseln.

Ob zuerst der Gedanke oder die Emotion da war, darüber ist sich die Neurowissenschaft übrigens nach wie vor nicht so einig. Hast du dich zuerst gefreut/geärgert und dann kamen die Gedanken ins Spiel oder hast du zuerst über die Konsequenzen nachgedacht und dann mit der dementsprechenden Emotion reagiert?
„Das ist gar nicht so bedeutend“, meint der Psychotherapeut und Humanenergetiker Markus Jahn in unserem sehr spannenden TräumWeiter Podcast. Er geht nämlich noch einen Schritt zurück und behauptet: „Viel wichtiger ist die emotionale Vorspannung: In welchem Zustand, in welcher Situation bist du in dem Moment, wenn du den Reiz wahrnimmst? Geht’s dir allgemein gut? Oder bist du krank? Hast du gerade im Lotto gewonnen oder dich von deinem Partner getrennt?“

Das Spannende: Der Reiz an sich ist immer neutral. Erst durch die Bewertung deiner Emotionen und Gedanken wird er von dir ganz subjektiv entweder positiv oder negativ beurteilt. Dein Gehalt ist nur eine Zahl. Erst durch deine Bewertung – vor allem durch den Vergleich mit anderen – wird es gut oder schlecht. Der Blick in den Spiegel ist komplett neutral. Du bist einzigartig. Erst durch den Vergleich mit anderen fühlst du dich vielleicht nicht schön genug. Die Trennung von deinem Partner ist eine neutrale Situation. Du kannst dich freuen, es jetzt als Single krachen zu lassen oder frei für jemand anderen zu sein. Oder du kannst der Beziehung, den vielen schönen gemeinsamen Erlebnissen, nachtrauern.

Entscheidend ist also, dir deiner Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster bewusst zu werden und sie immer wieder zu hinterfragen. Wo kommen deine Gedanken und Emotionen her? Warum reagierst du so? Was steckt dahinter? Wovor hast du Angst und warum? Sind deine Ängste berechtigt oder nur Einbildung?
Diese Muster kannst du wie ein Betriebssystem auf deinem Computer immer wieder updaten. Denn vielleicht schleppst du Glaubenssätze mit dir herum, die du von deinen Eltern, deinen Freunden oder unserer Gesellschaft allgemein übernommen hast, die du aber eigentlich loswerden möchtest wie zB

  • „Ich bin nur so viel wert, so viel Geld wie ich verdiene“ oder
  • „90/60/90 muss es sein, alles andere ist zu dick“ oder
  • „Ich werde nie den richtigen Partner finden, weil...“


Markus ist übrigens auch ein großer Fan der negativen Emotionen. Seiner Meinung nach kommen sie viel zu kurz. Sie finden keinen Platz mehr in Zeiten der Selbstinszenierung und des Konkurrenzkampfes. In den Social-Media-Kanälen strahlen wir mit Bildern unserer besten Momente und schönsten Emotionen um die Wette und schinden dabei den Eindruck, dass immer alles Eitel Wonne sei. Im Job dürfen wir uns nur von der besten Seite zeigen, aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. Wir sollen nicht schreien, um ja nicht aufzufallen. Nicht weinen, um keine Schwäche zu zeigen. Ja nicht einmal zu laut lachen, um kein schlechtes Gewissen anderen gegenüber zu haben, denen es gerade nicht so gut geht.
Aber egal ob wir sie zeigen wollen oder nicht: Sie sind da. Und wollen ausgelebt statt verdrängt werden. Du kannst sie ohnehin nicht verschwinden lassen. Wenn du sie nicht rauslässt, suchen sie sich ein anderes Ventil und sorgen vielleicht dafür, dass du irgendwann komplett auszuckst, krank wirst oder dich verletzt – physisch oder psychisch. Für dein Wohlbefinden und deine Weiterentwicklung ist es enorm wichtig, deine Gedanken und Emotionen zu teilen, über Dinge zu reden, die dich beschäftigen, Emotionen zu zeigen, die gerade da sind. Geteilte Freude ist doppelte Freude. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Und genau da kommen wir zum springenden Punkt: Bewegst du dich in einem Umfeld, in dem du auch negative Emotionen ausleben darfst? Bist du von Menschen umgeben, wo du so sein kannst, wie du bist, genau so, wie du dich jetzt gerade fühlst? Von Menschen, die sich mit dir freuen anstatt neidisch zu sein? Menschen, die dir zuhören und für dich da sind, auch wenn es dir schlecht geht? Menschen, denen du immer sagen kannst, was du dir gerade denkst?

Willst du noch tiefer eintauchen? Dann hör'  unbedingt in den Talk mit Psychotherapeut und Humanenergetiker Markus Jahn hinein >> TräumWeiterPODCAST.

Träum weiter,
Peter Alexander

Was ist dein Traum?
Was ist das schönste Leben, das du dir vorstellen kannst? Worauf möchtest du am Ende deiner Tage einmal zurückblicken? Was bringt deine Augen zum Leuchten? Wobei bekommst du Gänsehaut? Genau das ist es, wofür du da bist! Tun, ausprobieren, hinfallen, aufstehen, weitermachen, loslassen, verändern. Es hat keiner gesagt, dass es einfach wird. Aber es macht einfach mehr Sinn und vor allem auch Spaß, deinen eigenen Weg zu gehen, anstatt es allen anderen recht zu machen.  Sinn statt Status. Begeisterung statt Entgeisterung. Selbstverantwortung statt Fremdbestimmung. 

  • Oktober 9, 2018