Der neue 12-h-Arbeitstag

Warum du weniger die Stunden deiner Arbeit zählen, sondern mehr ihren Sinn hinterfragen solltest.

Ab 1. September diesen Jahres tritt das neue neue Arbeitszeitgesetz mit dem 12-Stunden-Arbeitstag in Kraft. Wie das Gesetz genau aussieht und was es konkret verändern wird, hat u.a.  DerStandard gut zusammengefasst. Der Beschluss hat in den letzten Wochen zu heftigen Diskussionen und auch Demonstrationen geführt. Ich finde es gut und wichtig, dass sich nun viele ÖsterreicherInnen bewusst mit dem Thema auseinandersetzen und auch ihre Meinung dazu äußern.

Eine sehr wesentliche, vielleicht die wichtigste, Frage fehlt mir aber in der ganzen Debatte: Viel mehr als über die Dauer der Arbeitstage würde ich gerne über den Inhalt und den Sinn unserer Arbeit nachdenken:
// Macht dir deine Arbeit Spaß oder ist sie ein Schas?
// Macht deine Arbeit Sinn oder bringt sie nur Gewinn?
// Kannst du in deiner Arbeit deine Potentiale entfalten oder wirst du eigentlich davon abgehalten?

"Ich brauche vorm Schlafengehen einen Grund, warum ich am nächsten Tag wieder aufstehe."
(Extremsportler Michael Strasser in unserem TräumWeiterTALK)

Jeder meiner 25 TräumWeiterTALK-Gäste hat einen anderen Beruf und auch seinen ganz eigenen Zugang zum Thema Arbeit. Aber eines verbindet sie alle: Sie zählen ihre Arbeitsstunden nicht. Denn sie haben - manche durch mehr, manche durch weniger Ausprobieren - alle eine Arbeit gefunden, die sich nicht wie eine anfühlt, weil hinter ihrem Tun ein Sinn, ein Ziel, ein Traum steckt. Sie können sich nichts Schöneres vorstellen, jeden Tag darauf hinzuarbeiten.
So wie Ute Karin Höllrigl zum Beispiel. Während andere schon jahrelang auf die Pension und damit aufs Endlich-nicht-mehr-arbeiten-Müssen hinfiebern, verschwendet sie mit ihren 79 Jahren keinen Gedanken daran, sich in ihren eigentlich wohlverdienten Ruhestand zu begeben. Als Psychologin & Traumforscherin habe sie ihren Traumjob gefunden und noch immer einiges zu erledigen, meinte sie in unserem Talk

Was ist dein Grund vorm Schlafengehen, um am nächsten Tag wieder aufzustehen? Welcher ist der coolste Job, den du dir vorstellen kannst? Ein Beruf, in dem du liebend gerne auch mal 10 oder 12 Stunden pro Tag arbeitest? Eine Tätigkeit, die du vielleicht auch gerne bis ins hohe Alter machen würdest?

Es ist nie zu spät, dich zu verändern und deinen Weg einzuschlagen! Folgst du deiner Begeisterung, wirst du automatisch und ganz freiwillig viel Zeit damit verbringen, besser werden und mit großer Wahrscheinlichkeit auch Geld damit verdienen. Und so nebenbei Gleichgesinnte anziehen, die dich wiederum unterstützen und mit denen das Leben einfach mehr Spaß macht!

Im Optimalfall kannst du irgendwann Arbeit von Freizeit gar nicht mehr trennen, weil diese beiden Zeitzonen miteinander verschmelzen. Wie wahrscheinlich viele Menschen, die auch beruflich ihrer Leidenschaft nachgehen, bestätigen können, birgt das zwar die Gefahr, schwer abschalten zu können, aber es fühlt sich einfach traumhaft an, wenn du nicht an fremdbestimmten Aufträgen arbeiten musst, sondern stattdessen an der Aufgabe deines Lebens(abschnittes).

Doch egal wie cool deine Arbeit ist: Wenn sie zu viel wird, ist sie nicht mehr cool. Jeder Mensch braucht Ruhephasen, damit es ihm gut geht und auch damit er sich weiterentwickeln kann. So wie die Muskeln nicht beim eigentlichen Training wachsen, sondern in der Regenerationsphase danach, wenn die zerstörten Zellen wieder aufgebaut werden. Wie viel Regeneration, Pause oder Urlaub man braucht, ist sicherlich von Mensch zu Mensch und Tätigkeit zu Tätigkeit unterschiedlich. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass wir unterm Strich zu viel arbeiten, zu viel wertvolle Zeit in zu vielen unwesentlichen Tätigkeiten verschwenden. 

Viel Konsum = Viel Arbeit!
Ein Schlüssel könnte sein, dieses Problem nach dem Prinzip - und in diesem Fall im wahrsten Sinne der Worte - "Working Backwards" in Angriff zu nehmen, nämlich "hinten" zu beginnen und dich erst einmal nicht zu fragen, wie und wo dein Geld herkommt, sondern wofür du es eigentlich ausgibst. Kann es sein, dass du zu viel arbeitest, um dir Dinge leisten zu können, die du eigentlich gar nicht brauchst? Was müsstest du eigentlich gar nicht besitzen, sondern könntest stattdessen auch mieten oder teilen? Wieviel Geld könntest du dir ersparen, wenn du Dinge gebraucht statt neu kaufen würdest? Und überhaupt: Was brauchst du wirklich?

Geh' mal deinen gesamten Besitz durch: Was davon benötigst du und was willst du eigentlich nur? Vielleicht weil es dir die Werbung so verkauft oder es deine Freunde auch haben oder es einfach cool ist oder sich einfach so gehört?
Und warum willst du es? Welches Bedürfnis willst du damit befriedigen?

Stell' dir diese Fragen auch in Zukunft immer wieder, wenn du dir etwas neu anschaffen möchtest. Dies sollte kein Aufruf zum absoluten Verzicht sein, sondern einer zum bewussten Genuss. Eine Anregung, den Konsumwahn unserer Zeit zu hinterfragen und zukünftige Käufe ganz bewusst zu tätigen. Je weniger materielle Bedürfnisse du dir von außen eintrichtern lässt, desto weniger musst du arbeiten und desto mehr Zeit und Geld bleiben dir für das, was du wirklich brauchst. 

Träum weiter,
Peter Alexander

Gemeinsam mit Mentaltrainer Sascha Soulek habe ich ein Seminar entwickelt, in dem du lernst, deine Potenziale zu erkennen und voll auszuschöpfen, um deine Ziele zu erreichen und deine Träume zu verwirklichen.
// Was sind deine Werte & Stärken?
// Welche Glaubenssätze schleppst du mit dir herum?
// Fällt es dir schwer loszulassen?

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  • Juli 17, 2018